Ladekosten für das E-Auto berechnen: So viel kostet eine volle Batterie

Ladekosten für das E-Auto berechnen: So viel kostet eine volle Batterie

Bei einem Elektroauto ersetzt Strom den klassischen Kraftstoff. Statt Liter pro 100 Kilometer spielen deshalb Kilowattstunden eine entscheidende Rolle. Für Autofahrer stellt sich schnell die Frage, wie viel eine Fahrt mit dem Elektroauto tatsächlich kostet und wie sich die Ladekosten zuverlässig berechnen lassen.

Grundsätzlich ist die Rechnung relativ einfach. Entscheidend sind vor allem der Stromverbrauch des Fahrzeugs, der Preis pro Kilowattstunde und die gefahrene Strecke.

Die grundlegende Formel für Ladekosten

Um die Energiekosten pro 100 Kilometer zu berechnen, kann folgende Formel verwendet werden:

Verbrauch in kWh pro 100 km × Strompreis pro kWh = Stromkosten pro 100 km

Verbraucht ein Elektroauto beispielsweise 18 kWh auf 100 Kilometer und kostet eine Kilowattstunde 0,35 Euro, ergibt sich:

18 × 0,35 Euro = 6,30 Euro

Die reinen Energiekosten liegen in diesem Beispiel also bei 6,30 Euro pro 100 Kilometer.

Wie viel kostet eine komplette Akkuladung?

Auch die Kosten für eine theoretisch vollständige Ladung lassen sich einfach bestimmen. Dazu wird die nutzbare Batteriekapazität mit dem Strompreis multipliziert.

Bei einem Akku mit 60 kWh und einem Strompreis von 0,35 Euro ergeben sich rechnerisch 21 Euro.

In der Praxis wird ein Elektroauto allerdings nur selten vollständig von null auf 100 Prozent geladen.

Zuhause laden ist oft anders als öffentliches Laden

Der Strompreis hängt stark davon ab, wo geladen wird. Zuhause wird der Strom meist über den normalen Haushaltsstromtarif oder einen speziellen Autostromtarif abgerechnet.

An öffentlichen Ladesäulen gelten dagegen die Preise des jeweiligen Betreibers oder Ladekartenanbieters.

Wer häufig unterwegs lädt, für den lohnt ein Vergleich der Ladekarten.

AC-Laden und DC-Schnellladen

Öffentliche Ladepunkte unterscheiden sich außerdem nach Ladeleistung. AC-Ladesäulen laden das Fahrzeug mit Wechselstrom und werden häufig für längere Standzeiten genutzt.

DC-Schnellladesäulen können erheblich höhere Ladeleistungen bieten und eignen sich deshalb besonders für längere Autobahnfahrten.

Je nach Tarif kann Schnellladen allerdings deutlich teurer sein als normales AC-Laden.

Ladeverluste nicht vergessen

Bei der Berechnung der tatsächlichen Stromkosten sollte berücksichtigt werden, dass nicht jede aus dem Stromnetz entnommene Kilowattstunde vollständig im Akku landet.

Beim Laden entstehen technische Verluste. Deshalb kann die Strommenge am Stromzähler etwas höher sein als die Energie, die im Fahrzeug gespeichert wird.

Für eine möglichst genaue Kostenberechnung sollte deshalb der tatsächlich gemessene Stromverbrauch an Wallbox oder Ladesäule verwendet werden.

Kosten pro Kilometer bestimmen

Aus den Kosten pro 100 Kilometer lässt sich leicht der Preis pro Kilometer ableiten.

Bei Energiekosten von 6,30 Euro pro 100 Kilometer ergibt sich:

6,30 Euro ÷ 100 = 0,063 Euro

Das entspricht 6,3 Cent Stromkosten pro Kilometer.

Jahreskosten des Elektroautos überschlagen

Wer seine jährliche Fahrleistung kennt, kann daraus eine grobe Kostenprognose erstellen.

Bei 15.000 Kilometern Fahrleistung und 6,30 Euro Energiekosten pro 100 Kilometer ergeben sich:

150 × 6,30 Euro = 945 Euro pro Jahr

In diesem Beispiel würden also rund 945 Euro Stromkosten entstehen.

Öffentliches Laden kann das Ergebnis verändern

Wer hauptsächlich zu Hause lädt, hat oft einen relativ konstanten Strompreis. Bei öffentlichem Laden können die Kosten dagegen stärker schwanken.

Je nach Anbieter gibt es Tarife pro Kilowattstunde, Grundgebühren oder unterschiedliche Preise für AC- und DC-Ladung.

Auch der Fahrstil beeinflusst den Verbrauch

Wie bei einem Verbrennungsmotor hängt der Energieverbrauch stark von Fahrweise und Bedingungen ab.

Hohe Geschwindigkeiten auf der Autobahn können den Verbrauch deutlich erhöhen. Auch niedrige Außentemperaturen und Heizung beeinflussen die Reichweite.

Im Stadtverkehr können Elektroautos dagegen durch Rekuperation Energie zurückgewinnen.

Weitere Fahrzeugwerte berechnen

Beim Auto begegnen Fahrern neben Kilowattstunden zahlreiche weitere Maßeinheiten. Beim Reifendruck werden beispielsweise häufig Bar und PSI verwendet.

Mit unserem PSI-Bar-Rechner können beide Einheiten schnell ineinander umgerechnet werden.

Weitere praktische Berechnungshilfen finden Sie auf der Übersicht der Rechner.

Fazit

Die Ladekosten eines Elektroautos lassen sich mit wenigen Angaben relativ genau bestimmen. Wichtig sind Verbrauch, Strompreis, Fahrleistung und Ladeverluste.

Besonders große Unterschiede entstehen durch den Ladeort. Wer überwiegend zu Hause lädt, kann andere Kosten haben als Fahrer, die regelmäßig Schnellladesäulen nutzen. Für einen realistischen Vergleich sollte deshalb nicht nur der offizielle Fahrzeugverbrauch, sondern möglichst der tatsächliche Stromverbrauch betrachtet werden.

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